Warum mein alter Blog-Content weg musste

Google wird das hassen – und ihr auch, wenn ihr etwas bestimmtes gesucht und einen Link zu meinem Blog angeklickt habt, aber nur auf einen Error 404 – Seite nicht gefunden, stosst.

Ich entschuldige mich dafür; gute Online- (geschweige denn SEO-) Praxis ist das keine.

Das Leben hat allerdings seine Phasen, seine Wendepunkte. Und es ändert sich im Lauf der Zeit, unmerklicher. Genau so geht es auch mit Blogs…

Wie mein(e) Blog(s) sich entwickelt haben

Über die Jahre, die ich an „meinem Blog“ geschrieben habe, musste ich zuerst einmal feststellen, dass ich nicht alle meine Interessen auf einem einzigen Blog präsentieren sollte. Sie alle machen mich aus, aber für einen Leser, der nach Beiträgen zu bestimmten Themen sucht, macht es wenig Sinn, alles mögliche gemeinsam vorzufinden.

Geschichten rund um Chilipfeffer, ihre Vielfalt und kulinarische Nutzung und kulturelle Aspekte… Die waren dann doch genug Inhalt für einen eigenen Blog, und so sind sie auch besser aufgehoben. (Und dort komme ich selten genug dazu, Neues zu präsentieren…).

GPS-, Sport-, Outdoor-Uhren-Verwendung? Ich maulte einem PR-Repräsentanten gegenüber, dass es bei meinem Blog nur noch um Uhren und Touren gehen würde, wenn ich mich alleine darauf konzentrieren würde, keinen Platz für sonstiges geben würde – und das war die Geburtsstunde meines Blogs Uhren und Touren.

Und auch dort habe ich es nicht geschafft, genug Neues zu präsentieren.

Diesen „meinen“ Blog hier hatte ich ursprünglich gestartet, als ich für ein Erasmus-Studienjahr ins Ausland ging und meine Erfahrungen mit anderen teilen wollte. Dann ging es weiter mit der Zeit, die ich in China gearbeitet habe, und so weiter.

Im Lauf der Jahre hat sich der Blog zu einem Ort entwickelt, an dem ich mehr Outdoor- und Lauferlebnisse präsentiert habe, aber nicht nur diese.

Es gab noch mehr Themen, es gab aber auch ein tieferes Etwas unter dem allem, nicht nur die seltsame Anhäufung an Themen.

Den Sinn eines Blogs verstehen

Schlussendlich wurde es mir klar:

Bei allem, was ich mach(t)e und beschrieb war ich weiter auf dem Weg unterwegs, den ich in meinen Teenagerjahren mit Engagement in Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit begonnen hatte.

Einem Weg nämlich nach Hause, in diese Welt.

Das klingt vielleicht ein wenig seltsam, aber je mehr ich über Ökologie und das System Erde lernte, umso klarer wurde, dass wir nur zu oft auf diesem Planeten aber nicht als ein Teil dieser Welt leben, mit Verständnis dafür.

Auf der Suche nach Verständnis unserer selbst, unserer Welt und der Beziehungen aber könnten wir faszinierendes entdecken und viel lernen – und die Faszination und der Weg zu mehr Wissen und Verständnis sind es schlussendlich, worum es in all meinem Tun geht.

Dieser Blog ist, mit Outdoor-Touren und Reisen, mit Ausrüstungs- und Menswear-Review (und mehr) um dieses Thema gekreist. Sehr oft allerdings sehr implizit, sehr unklar.

Die Geburt eines neuen Blogs

Die Zeit ist darum gekommen, mich explizit dem „Lehren“ dieses Themas zu widmen.

Darum will ich mich jetzt auch nicht weiter um Google-Rankings oder ähnliches sorgen – und ja, sorry, nicht einmal das eventuelle Nutzererlebnis für alle, die jetzt nicht die erwarteten Informationen finden.

Alte Inhalte werden zurückkehren, soweit sie Sinn machen und wenn ich sie so überarbeitet habe, dass ich mit ihnen zufriedener bin. Ich will den Fokus dieses meines Blogs wirklich fokussiert haben und den Blog professioneller erarbeiten.

Ich bin auch gerade zum Vater geworden, eher unüblich spät in einem Leben, das ohnehin eher ungewöhnlich gewesen ist. Das gibt meinem Thema des „Mehr Sehen, mehr Lernen, in dieser Welt nach Hause kommen“, der Mikroexploration, ganz neue Prägnanz und Bedeutung – und es bedeutet, dass ich mich solchen Dingen nun wirklich professioneller widmen muss!

Also, auf! Sehen und lernen wir mehr, finden wir uns in dieser Welt zu Hause wieder!

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